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Frühkindlicher Kontakt mit dem Allergen: Mit Eipulver das Risiko für Ei-Allergie senken

Bad Homburg, 09.07.2017 - Die schrittweise Einführung geringer Mengen Eipulvers bei der Ernährung bereits im Babyalter kann bei Kindern mit gesteigertem Allergiepotenzial einer Hühnerei-Allergie auf wirksame Weise vorbeugen. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie1 aus Japan mit Babys, die an Hautekzemen litten. Per Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt, erhielten die einen eine hühnereifreie Ernährung, die anderen ab dem Alter von sechs Monaten kleine, sich im Zeitverlauf steigernde Dosen erhitztes Hühnerei-Pulver (im Alter von sechs bis neun Monaten 50 mg, danach bis zum zwölften Lebensmonat 250 mg täglich). Die Kinder mit Ei-Diät profitierten im Vergleich deutlich: Während von ihnen lediglich 4 von 47 (ca. 9 %) im Alter von einem Jahr eine Hühnerei-Allergie entwickelt hatten, waren es in der eifrei ernährten Gruppe 18 von 47 Kinder (38 %).

Voraussetzung zur Studienteilnahme war, dass die Babys bis dato noch kein hühnereihaltiges Essen gefüttert bekommen hatten und auch keine Hühnerei- oder sonstige Lebensmittelallergie vorlag. Eine wichtige Besonderheit im Vergleich zu anderen Untersuchungen war die Gewöhnung an Hühnerei mittels sehr kleiner Mengen. Der Erfolg der Ernährungsstrategie in dieser Studie ist unter anderem deshalb so interessant, da eine frühkindliche Hühnerei-Allergie oftmals mit der Entwicklung anderer allergischer Erkrankungen im weiteren Lebensverlauf einhergeht.2

Quellen:

1. Natsume O, et al. Two-step egg introduction for prevention of egg allergy in high-risk infants with eczema (PETIT): a randomised, double-blind, placebo-controlled trial. Lancet 2017;389(10066):276-286.

2. Nickel R, et al. Sensitization to hen's egg at the age of twelve months is predictive for allergic sensitization to common indoor and outdoor allergens at the age of three years. J Allergy Clin Immunol 1997;99(5):613-617.

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