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Zuckerkonsum in der Schwangerschaft – ein möglicher Auslöser für Allergien beim Kind?

Bad Homburg, 23.11.2017 –Dass die Ernährung während der Schwangerschaft direkten Einfluss auf die Gesundheit des Kindes hat, ist schon lange bekannt. Dennoch nutzen viele Frauen die Schwangerschaft, um den Gelüsten nach Essen ohne schlechtes Gewissen nachzugeben. Forscher aus England und den USA haben nun in einer Studie untersucht, wie der Zuckerkonsum schwangerer Frauen mit dem erhöhten Auftreten von Allergien bei ihren Kindern in Verbindung steht.

Die Studie untersucht aber nicht nur Zuckerkonsum in Form von Naschen, sondern auch in Form des generell höheren Anteils an raffiniertem Zucker in Nahrungsmitteln. Dafür dokumentierten die Teilnehmerinnen der Studie ihre Mahlzeiten in einem Fragebogen.  Denn allein in den USA ist der Konsum von raffiniertem Zucker von 1970 bis 2000 um circa 25 Prozent angestiegen, was in etwa dem weltweiten Trend entspricht.

Speziell wurde der Zusammenhang zwischen dem Zuckerkonsum werdender Mütter und allergischer Erkrankungen wie Asthma, Heuschnupfen, Ekzemen und Überempfindlichkeit ihrer Kinder im Alter von sieben bis neun Jahren untersucht. Dieser zeigt, dass Kinder weitaus häufiger Asthma oder allergische Erkrankungen entwickeln, wenn die Mutter in der Schwangerschaft viel raffinierten Zucker zu sich genommen hat. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft wenig raffinierten Zucker zu sich genommen haben, entwickeln solche Erkrankungen sehr viel seltener. Bis jetzt fehlt allerdings die Bestätigung dieser Ergebnisse durch andere Studien.

 

Quelle: Zédard A, Northstone K, Henderson AJ,et al. Maternal intake of sugar during pregnancy and childhood respiratory and atopic outcomes. Eur Respir J 2017; 50: 1700073 [https://doi.org/10.1183/13993003.00073-2017].

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