Eine Allergie kommt selten allein  Die 5 Regeln der Allergieentwicklung

Bei Allergien kann Vererbung eine wichtige Rolle spielen.

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Die Neigung zu Allergien ist vermutlich bereits im Erbgut angelegt und kann von den Eltern an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Bestimmte Gene bzw. eine Gruppe von Genen weisen dann, anders als bei nicht betroffenen Menschen, Veränderungen auf. Wie hoch das Risiko der Nachkommen für die Veranlagung ist, hängt u. a. davon ab, ob sie nur von einer Seite oder sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits „vorbelastet“ sind.

Vererbt wird dabei nur die Überempfindlichkeit (Atopie) gegenüber bestimmten, eigentlich harmlosen Substanzen, jedoch nicht die Ausprägung der Allergie bzw. die spezifische Allergieform. Bei den Kindern kann sich die Atopie also in einer anderen Allergieform äußern als bei den Eltern. Doch nicht jeder Mensch mit einer ererbten Neigung zu Allergien erkrankt auch automatisch: bestimmte Lebensumstände bzw. Umwelteinflüsse können einen Ausbruch begünstigen oder ihm entgegenwirken.

Aufgrund der offenbar großen Rolle der Erbanlagen sollten insbesondere Eltern, die selbst unter einer Allergieform leiden, bei ihrem Nachwuchs vermehrt auf Anzeichen für Überempfindlichkeitsreaktionen achten und frühzeitig den Arzt darauf ansprechen.

Regel 1

Bei Allergien kann Vererbung eine wichtige Rolle spielen.

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Die Neigung zu Allergien ist vermutlich bereits im Erbgut angelegt und kann von den Eltern an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Bestimmte Gene bzw. eine Gruppe von Genen weisen dann, anders als bei nicht betroffenen Menschen, Veränderungen auf. Wie hoch das Risiko der Nachkommen für die Veranlagung ist, hängt u. a. davon ab, ob sie nur von einer Seite oder sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits „vorbelastet“ sind.

Vererbt wird dabei nur die Überempfindlichkeit (Atopie) gegenüber bestimmten, eigentlich harmlosen Substanzen, jedoch nicht die Ausprägung der Allergie bzw. die spezifische Allergieform. Bei den Kindern kann sich die Atopie also in einer anderen Allergieform äußern als bei den Eltern. Doch nicht jeder Mensch mit einer ererbten Neigung zu Allergien erkrankt auch automatisch: bestimmte Lebensumstände bzw. Umwelteinflüsse können einen Ausbruch begünstigen oder ihm entgegenwirken.

Aufgrund der offenbar großen Rolle der Erbanlagen sollten insbesondere Eltern, die selbst unter einer Allergieform leiden, bei ihrem Nachwuchs vermehrt auf Anzeichen für Überempfindlichkeitsreaktionen achten und frühzeitig den Arzt darauf ansprechen.

Regel 2

Allergien treten häufig gemeinsam oder nacheinander auf und können sich gegenseitig verstärken.

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Die erbliche Veranlagung scheint beim Ausbruch von Allergien eine wichtige Rolle zu spielen. Daher verwundert es nicht, dass Menschen, die bereits an einer Allergie leiden, häufig auch andere allergische Erkrankungen entwickeln. Diese können gemeinsam, aber auch nacheinander auftreten.

Menschen mit Neurodermitis, bzw. atopischem Ekzem, leiden beispielsweise häufig gleichzeitig an allergischem Asthma oder Heuschnupfen. Zudem weisen viele von ihnen zusätzliche Nahrungsmittelallergien auf, die bereits vorhandene Hautreaktionen weiter verschlimmern können.

Eine Nahrungsmittelallergie, ein allergischer Schnupfen oder eine Hausstauballergie wiederum, scheinen das Asthma-Risiko zu erhöhen. Bestehende allergische Vorerkrankungen wie z. B. allergischer Schnupfen können darüber hinaus sogar die Schwere eines möglichen Asthmas mit beeinflussen.

Aufgrund dieser Zusammenhänge sollten allergische Erkrankungen nicht auf die leichte Schulter genommen und frühzeitig sowie konsequent behandelt werden.

Vor allem Personen, bei denen bereits eine bestimmte Allergieform vorliegt, sollten beobachten, ob sie über die bereits bekannten Symptome hinaus auch andere Überempfindlichkeitsreaktionen ihres Körpers bemerken und ihren Arzt darauf ansprechen.

Regel 3

Heuschnupfen und Asthma – Allergieformen, die das Atemwegssystem betreffen – stehen in besonders starkem Zusammenhang.

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Erkrankungen von Nase und Bronchien bzw. Lunge sollten nicht isoliert voneinander betrachtet werden, da diese Körperregionen räumlich und in ihrer Funktionsweise eng miteinander verbunden sind. Auch weisen die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum und in den Bronchien eine ähnliche Struktur auf.

Die Entzündungsprozesse, mit denen die Schleimhäute der oberen Atemwege bei einem allergischen Schnupfen auf eindringende Allergene reagieren, können daher früher oder später auch auf die unteren Atemwege übergreifen. Im Fachjargon wird diese Verschiebung bzw. Ausweitung der Erkrankung als Etagenwechsel bezeichnet. So ist das Asthma-Risiko bei Erwachsenen mit allergischem Schnupfen um das 3-fache erhöht.

Umso wichtiger ist es, allergischen Schnupfen – ob in seiner saisonalen Form aufgrund von Pollen oder ganzjährig infolge z. B. einer Hausstauballergie – möglichst frühzeitig und fachgerecht, d. h. gemäß ärztlicher Anweisung, zu behandeln. Auf diese Weise besteht ggf. die Möglichkeit, das Risiko für einen Übergang der Erkrankung auf die unteren Atemwege zu verringern.
 
Daher ist es so wichtig, auch bei ersten Anzeichen, z. B. eines leichten allergischen Schnupfens einen Arzt aufzusuchen.

Regel 4

Die stärkste und gefährlichste Ausprägung einer allergischen Erkrankung ist ein allergischer Schock.

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Ein allergischer Schock, in der ärztlichen Fachsprache auch als anaphylaktischer Schock oder Anaphylaxie bezeichnet, bedeutet in jedem Fall „Alarmstufe rot“. Denn je nach Schweregrad kann er für den Betroffenen sogar lebensbedrohlich sein. Dabei treten meist verschiedene Allergiesymptome (z. B. Hautausschlag, Atembeschwerden) gleichzeitig und innerhalb kürzester Zeit nach Kontakt mit dem Auslöser in teils heftiger Form auf.

Wie bei allen Allergieformen handelt es sich auch hier um eine – in diesem Fall allerdings besonders starke – Überreaktion des Körpers bzw. des Immunsystems auf eigentlich harmlose Substanzen. Menschen, die bereits an einer Allergieform leiden, also bekanntermaßen die Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen in sich tragen, haben folglich ein gesteigertes Risiko, einen anaphylaktischen Schock zu erleiden.

Das heißt: Allergiker neigen eher zum allergischen Schock. Umso wichtiger ist es, auch bei ersten harmlosen Anzeichen einer Allergie, einen Arzt aufzusuchen.

Regel 5

Allergien sind gut behandelbar. Die Therapie sollte möglichst frühzeitig und unter ärztlicher Begleitung erfolgen.

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Allergien, auch wenn sie lediglich saisonal auftreten bzw. nur über kurze Zeiträume Beschwerden verursachen, sind keine Bagatellerkrankungen, sondern in jedem Fall behandlungsbedürftig. Bei der Therapie geht es nicht nur um die Kontrolle der Symptome, sondern auch darum, einer mittel- bis langfristigen Verschlimmerung der Beschwerden vorzubeugen. Denn aufgrund der engen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Allergieformen ist es wichtig, allergische Reaktionen möglichst frühzeitig und sehr konsequent zu behandeln.

Beim allergischen Schnupfen beispielsweise kann so unter Umständen das Risiko reduziert werden, im weiteren Verlauf an Asthma zu erkranken. Auch kann eine Behandlung mitunter Folgeerkrankungen vorbeugen: beispielsweise ist die aufgekratzte, entzündete Haut bei einer unbehandelten Neurodermitis besonders anfällig für Hautinfektionen.

Allergien sollten nicht in Eigenregie, sondern nach Anweisung eines Arztes behandelt werden. Er verfügt über das notwendige Fachwissen für eine gesicherte Diagnose und die Auswahl einer adäquaten Therapie. Denn: Auch die Behandlung mit einem nicht passenden Medikament, das ggf. keinerlei Wirkung zeigt, kann ebenso wie die Nicht-Behandlung zur Verschlimmerung der Beschwerden beitragen.

Die goldene Regel lautet deshalb: Allergien auf jeden Fall vom Arzt behandeln lassen!